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2025-10-25

Morgenromantik in der Jungpflanzenpflege

Nachdem die Getreideernte abgeschlossen ist, bereiten wir im Herbst unter anderem die Forstsaison vor. Im Winter wird bekanntlich Holz geschlagen, aber vor dem ersten Schnee wollen unsere Jungpflanzen noch gepflegt werden.  

Hier stehen wir vor großen Herausforderungen. Unsere dominierende Forstkultur, die Fichte, hat in den letzten Jahren schwer gelitten. Hitzeperioden, Stürme und der Borkenkäfer haben ihr zugesetzt – vielerorts sind ganze Bestände zusammengebrochen. Was einst ein Symbol für Stabilität war, ist heute ein Sinnbild für die Dringlichkeit des Wandels.

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Deshalb setzen wir beim Aufforsten zunehmend auf klimaresiliente Arten und eine Mischkultur, die den Wald robuster und anpassungsfähiger macht. In diesem Bereich pflanzen wir Lärche und Douglasie, ergänzt durch Vogelkirsche und Elsbeere – Baumarten, die besser mit Trockenheit und wechselnden Bedingungen umgehen können. Entstanden ist der aufzuforstende Bereich durch Sturm- und Borkenkäferschäden. 

Im angrenzenden Altbestand zeigt sich ein hoffnungsvolles Bild: Natürlicher Nachwuchs von Buche und Fichte hat sich angesiedelt. Diese jungen Pflanzen sind oft besonders stabil, weil sie über viele Jahre im Schatten der Altbäume langsam gewachsen sind. Ihr Wurzelsystem ist kräftig, ihre Anpassung an Standort und Klima hervorragend.

Text und Bild Marina Lieb

Admin - 21:20:10 | Kommentar hinzufügen


 
 
 
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